Die Wirkung der Yoga Asanas

Eine Vielzahl von Muskeln hält den Körper beim Stehen im Lot. Besonders wichtig sind Bauch- und Rücken-Hüft- und Gesäßmuskeln. Wenn sie kräftig und dehnbar sind, stabilisieren sie Wirbelsäule und Becken.

Doch Muskeln, die im Alltag zu wenig benutzt werden, verlieren ihre Leistungsfähigkeit. Wenn Kinder oder Erwachsene sich zu wenig bewegen, können schwache oder verkürzte Muskeln und Haltungsschwächen die Folge sein.

Zur Abschwächung neigen die Bauch- und Gesäßmuskeln, die Schulterblattfixatoren und die Rückenmuskulatur im Brustwirbelsäulenbereich.

Zur Verkürzung neigen die Brustmuskulatur, die Rückenmuskulatur im Lendenwirbelbereich, die Hüftbeuge- sowie Oberschenkel- und Wadenmuskeln. Bewegung, Sport und gezieltes Training der Muskelgruppen mit Kräftigungs- und Dehnübungen können das Muskelkorsett wieder in Form bringen.

Die Wirkungen der Asanas auf die 12 Grundstellungen

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Patanjali: Der achtgliedrige Pfad des Yoga

Patanjali: Der achtgliedrige Pfad des Yoga

Ashtanga – wörtlich übersetzt mit „der achtgliedrige Weg” des Yoga nach Patañjali – lehrt die acht Stufen des Yoga, die es zu meistern gilt. Diese Stufen kannst du aber nicht so einfach abhandeln, wie wir es heute von To-do-Listen gewöhnt sind: Plan, Liste, Abarbeiten, Abhaken. Das Geheimnis des Lebens verbirgt sich nicht hinter Aufgabenlisten. Die Seele will erleben, erfühlen, trauern, sich freuen – und genau dabei hilft Patañjalis achtgliedriger Pfad.

Es gibt eine magische Verbindung zwischen dem menschlichen Leben, der Welt und dem Universum. Wer den Weg des Yoga beschreitet, hat die Chance, sie zu erkennen: Patañjali (rund 400 Jahre vor Christus) bietet mit seinem achtgliedrigen Pfad einen Leitfaden dazu. Darin lehrt er die acht Stufen des Yoga. Dieser Pfad stellt eine Art Hilfsprogramm zur Überwindung der Hindernisse (Kleshas) dar, die den Geist immer wieder aus der Ruhe bringen und damit letztlich zu Leid führen. Jedes dieser acht Glieder besteht aus einer Reihe konkreter, praktischer und auch heute noch sehr lebensnaher Vorgehens- und Verhaltensweisen. Sie bedingen einander, bauen aufeinander auf, ergänzen sich und bilden eine Einheit.

Die ersten fünf Glieder (Yama, Niyama, Ãsana, Prãnãyãma, Pratayãhãra) werden auch als Kriya-Yoga (praktischer Yoga) bezeichnet und die letzten drei (Dhãranã, Dhyãna, Samãdhi) als Raja-Yoga (königlicher Yoga).

Der achtgliedrige Pfad auf einen Blick

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt
2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst
3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper
4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem
5. Pratayãhãra – der Umgang mit den Sinnen
6. – 8. Samyãma – der Umgang mit dem Geist
6. Dhãranã – Konzentration
7. Dhyãna – Meditation
8. Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit


Die acht Disziplinen des Yoga

1. Yama

Yama ist die erste Disziplin und umfasst Regeln über das Verhalten anderen gegenüber. Keiner lebt allein auf dieser Welt. Daher muss jeder lernen, mit den anderen Wesen richtig umzugehen. Wer sich selbst beherrscht, vermag es, dem Leben die richtige Richtung zu geben. Er ist dann nicht nur Spielball der äußeren Umstände, sondern er nimmt sein Schicksal selbst in die Hand und verändert die Umstände und gestaltet sein Leben nach seinen Idealen. Das klingt alles einfacher, als es ist – es erfordert tägliche Disziplin.

Yama besteht aus fünf Unterpunkten, deren Erarbeitung alleine schon unglaublich intensiv ist:

Ahimsã: Die empfohlene Regel bedeutet Abwesenheit von Ungerechtigkeit, Grausamkeit und Gewaltlosigkeit. Unter Ahimsã versteht man den wohlüberlegten Umgang mit allen Lebewesen – sowohl in Gedanken, Worten und Taten praktiziert werden. Einige Yogarichtungen fordern daher von ihren Schülern eine vegetarische Lebensweise.

Satya: Das zweite Yama befasst sich mit den Themen Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Treue und Loyalität. Satya bedeutet wahrhaftig sein, die Wahrheit sprechen. T.K.V. Desikachar sagte dazu „Je wahrhaftiger ein Mensch spricht, desto mächtiger werden seine Worte.“ Ehrlichkeit bedeutet auch, sich selbst nicht zu belügen und Fehler einzugestehen. Wenn jedoch die Wahrheit jemanden verletzten könnte, ist es manchmal besser zu schweigen. So beinhaltet Satya auch den bewussten Umgang mit Worten.

Asteya: Das dritte Gebot bedeutet nichts nehmen oder stehlen, das einem nicht gehört. Damit sind Gegenstände wie auch geistige Dinge gemeint, etwa geistiges Eigentum oder Dinge, die im Vertrauen ausgesprochen werden.

Brahmacharya: Char heißt soviel wie „bewegen“, und brahma „die Wahrheit“. Somit bedeutet die vierte Regel des Yama, die Bewegung auf das Wesentliche hin. Unsere Bestrebungen sollten dem Verständnis und der Erkenntnis der höchsten Wahrheit förderlich sein. Es wird auch als Enthaltsamkeit interpretiert, z. B. von Suchtmitteln oder Sex. Ein reiner Lebenswandel wird geraten. Der Geist soll vor Dingen, die Unklarheit bringen, geschützt werden. Brahmacharya ist Reinheit in Gedanken, im Wort und in der Tat.

Aparigraha: Die fünfte Regel des Yama meint soviel wie „Hände weg“, „ergreife die Gelegenheit nicht“. Es geht darum, Menschen nicht auszunutzen oder nur anzunehmen, was angemessen ist und nicht besitzergreifend zu sein. Besitz kann eine zu große Last bedeuten. Auch bei Belohnungen oder Geschenken soll ein Yogi zurückhaltend sein, da dadurch beispielsweise Verpflichtungen entstehen können.

„Lebt ein Mensch in vollkommener Übereinstimmung mit dem Yama, wird er niemals davon abweichen, egal welcher Berufung er folgt, an welchem Ort und zu welcher Zeit er lebt und welcher Art seine momentanen Umstände sind. So erfüllt er die höchste Stufe.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 2.31.

2. Niyama

Niyama gehört wie Yama zu den geistigen Regeln und birgt ebenso interessante Aufgaben in sich, bei denen es um die Auseinandersetzung mit sich selbst geht: Selbstreflektion – sozusagen ein Zwiegespräch mit sich selbst.

Patañjali definiert die Unterpunkte des Niyama für den Yogapfad so:
Shauca: Die erste Regel des Niyama wird übersetzt mit Sauberkeit, Reinheit. Der Körper muss geschützt, rein gehalten und gepflegt werden, damit er gesund bleibt und seinem Hauptzweck dienen kann. Gibt man dem Körper äußere Hygiene, die richtige Nahrung, gutes Wasser und die nötige Bewegung so bleibt er elastisch und jung. Auch der Geist sollte stets rein gehalten werden.

Samtosha: Das zweite Gebot des Niyama bedeutet Genügsamkeit, Bescheidenheit, Zufriedenheit mit dem, was wir haben. Samtosha bedeutet „ja“ zur Welt sagen, die Existenz in ihrer Pracht und Einmaligkeit zu erkennen. Zufriedenheit heißt nicht Entsagung oder Verzicht. Zufriedenheit ist ein positiver Geisteszustand. Entsagung ein negativer. Es ist eine Betrachtungsweise des Lebens, indem man sieht, was ist und Möglichkeiten erkennt. Unzufriedenheit entsteht, wenn man sich auf das konzentriert, was nicht ist.

Tapas: Es ist das Gebot, die „innere Glut“ zu schüren – wörtlich heißt es „erhitzen“. Gerade die Praxis von Ãsanas und Prãnãyãma trainieren und erhitzen den Körper und geben Unreinheiten über die Ausscheidung, Haut und Atmung ab. Dadurch kann sich der Körper etwa von Schlacken reinigen und dabei auch geistige Klarheit gewinnen.

Svãdhãya: Das Gebot der Selbsterforschung. Wörtlich heißt es „an etwas nahe herangehen“, es geht um die Reflexion meines Ichs – mich erkennen, auch selbst kritisieren können. Beispielsweise während der Ãsanapraxis: Sich selbst beobachten, um über sich viel zu erfahren. Welche Übungen gefallen mir und welche sind mir unangenehm. Wie gehe ich damit um? Wiederholt sich alles? Oder verändern sich meine Ansichten und Verhaltensweisen? Gibt es Parallelen zu meinem Alltag? Mit Svãdhãya ist man Dozent und Student in einer Rolle – also selbst sein größter Lehrmeister.

Ishvara-Pranidhãna: Das fünfte Gebot wird mit „Hingabe“ übersetzt. Es ist die Hingabe an Gott oder die Schöpfung. Dabei spielt es keine Rolle wie Gott oder das Höchste definiert wird. Sei es eine persönliche Gottheit oder ein universelles Prinzip. Es geht darum, sich mit ganzem Herzen einer Sache hinzugeben, alle anderen Dinge und Geschehnisse loszulassen. Gerade bei der Praxis der Yogaübungen ist das Loslassen von Alltagsgedanken möglich. Es ist dabei möglich, sich nur auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, sich ihm überlassen. Das führt letztlich zu mehr Konzentration für Aufgaben und Pflichten, die wir jeden Tag erledigen müssen oder wollen.

„Tiefe Zufriedenheit lässt uns grenzenloses Glück erfahren.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 2.42.

3. Ãsana

Die dritte Disziplin ist die Praxis der Körperübungen als Vorbereitung zur „richtigen Hinsetzung“ im Meditationssitz, der unabdingbar für die folgenden Stufen ist, die nur noch sitzend ausgeführt werden. Ãsanas wird heute allgemein als Yoga verstanden und ist die Stufe, die in Europa am bekanntesten ist und die meisten Menschen mit Yoga verbinden. Es ist aber tatsächlich „nur“ eine von acht Disziplinen des Yoga.

Es gibt über 800 Yoga-Haltungen, da sämtliche Bereiche des Körpers trainiert werden sollen. Die Ãsanas kräftigen den Körper, machen ihn geschmeidig, verleihen ihm mehr Vitalität und erhöhen die Lebensenergien. Zusätzlich wirken sie auch entspannend und fördern die Entwicklung der Persönlichkeit. Eine Ãsana ist sukha und sthira, leicht und fest, in gleichen Anteilen. Somit sollte die Übung trotz Festigkeit und Leichtigkeit genossen und mit Aufmerksamkeit betrachtet werden. In einer Ãsana sind Körper, Atem und Geist im Einklang. Stockt der Atem oder wird er unruhig, ist es keine richtige Ãsana mehr. Genauso ist es, wenn der Körper schmerzt oder die Gedanken abschweifen. In einer Ãsana soll man sich wohlfühlen und keinen Schmerz empfinden.

„Eine Übungspraxis wird nur dann Erfolge zeigen, wenn wir sie über einen langen Zeitraum ohne Unterbrechung beibehalten, wenn sie von Vertrauen in den Weg und von einem Interesse, das aus unserem Innern erwächst, getragen ist.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 1.14.

4. Prãnãyãma
Die Kunst der Atemübungen ist die vierte Disziplin, die ein hohes Maß an Körperbeherrschung voraussetzt. Ayama bedeutet soviel wie „strecken, ausdehnen“. Pran bescheibt das, „was ununterbrochen überall“ ist. Prana ist absolute Energie, universelle Lebenskraft. Es ist die Urquelle aller Energieformen. Eine Ausdrucksform des Prana ist der Atem. Die Yogalehre geht davon aus, dass der Geist den Atem beeinflusst und umgekehrt. Wenn wir etwa unseren Atem zur Ruhe bringen, beruhigen wir damit auch unseren Geist. Prãnãyãma ist die bewusste Verbindung von Atem und Geist durch neutrale Beobachtung. Die meisten Atemübungen bestehen aus vier Teilen:

1. Ausatmen (Recaka)
2. Luftanhalten mit leeren Lungen (Sunyak)
3. Einatmen (Puraka)
4. Luftanhalten mit gefüllter Lunge (Kumbhaka)

Zielsetzung ist, möglichst viel Prãnã (Lebensenergie) in den Körper zu leiten, um den Geist vom Irdischen zu lösen. Prãnãyãma war lange Jahrhunderte eine geheime Lehre, sodass Yogaschüler frühestens nach 20 Jahren Asana-Praxis in die Atemkunst des Yoga eingeweiht wurden.

„Die stetige Praxis von Prãnãyãma verringert Blockaden im Geist, die uns an einer klaren Wahrnehmung hindern.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 2.52.

5. Pratayãhãra
Die fünfte Disziplin: die Beherrschung der Sinneswahrnehmung. Ãhãra bedeutet soviel wie Nahrung und Pratayãhãra heißt „mich von dem zurückziehen, was mich nährt“. In Pratayãhãra wird die Verbindung des Geistes und der Sinne getrennt. Die Sinne ziehen sich von den Objekten zurück. Obwohl die Gegenstände weiterhin existieren, lassen sich die Sinne in diesem Zustand nicht beeinflussen. Sie reagieren nicht mehr auf äußere Reize. Der Geist wird nicht mehr von Außen genährt. Die Sinne ruhen – sie richten sich auf das Innere. Es ist das Nach-innen-Lenken der Aufmerksamkeit. Der Mensch von heute ist derart extern orientiert, dass eine innere Schau fast unmöglich erscheint, aber durchaus diszipliniert erarbeitet werden kann. Doch Achtung: Von den fünf Sinnen Hören, Riechen, Sehen, Schmecken und Tasten lassen sich einige leichter nach innen ausrichten – also geduldig sein und üben.

„Pratyâhâhara geschieht, wenn der Geist in der Lage ist, seine gewählte Richtung beizutragen und die Sinne nicht wie gewöhnlich mit den Objekten, die sie umgeben, verbinden. Im Zustand von Pratyâhâhara folgen die Sinne dem Geist in seiner Ausrichtung.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 2.54.

6. Dhãranã
Die sechste Stufe ist eine Vorstufe zur wahren, gedankenfreien Meditation. Dhãranã, ist die Konzentration, die Ausrichtung auf einen Punkt, eine Richtung. Es heißt soviel wie „halten“. Wenn wir eine bestimmte Aktivität unseres Geistes immer mehr verstärken, desto mehr verschwinden die anderen Aktivitäten des Geistes. In Dhãranã richten wir unsere Konzentration nur auf eine Sache aus, egal ob konkreter oder abstrakter Natur. Beispielsweise könnte man versuchen, eine Blume im Garten zu werden, dabei die assoziativen Bilder wie Garten, Duft der Blumen oder das Gefühl der Wärme der Sonne abzutrennen und nur noch Blume zu sein – das ist die Fertigkeit des Dhãranã. Es ist die bewusste Verbundenheit mit einem Betrachtungsgegenstand. Eine „Ein-Punkt-Konzentration“ über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, der mehr als einige Minuten umfasst, wird durch die unablässige Aktivität unseres Geistes torpediert. Patañjali lehrt allerdings auch die Geduld mit sich selbst, was bei dieser Disziplin wahrhaftig notwendig ist.

„Dhãranã ist die Fähigkeit, unseren Geist auf einen Gegenstand auszurichten.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 3.1.

7. Dhyãna
Die siebte Stufe lehrt, das Denken gänzlich zum Erliegen zu bringen. Dhyãna ist die Disziplin der wahren Meditation. Hier wird Versenkung geübt, die auf das Erkennen des schöpferischen Prinzips vorbereitet. In diesem Zustand offenbaren sich höhere Dimensionen und der Yogi erhält Einblicke ins Absolute. Die Erfahrungen sind nicht mit Worten zu beschreiben. Bei der sechsten Disziplin des Dhãranã nimmt der Geist die Form dessen an, worauf man sich konzentriert, wie Wasser die Form eines Glases annimmt, in das es gegossen wird. Im Zustand des Dhyãna jedoch lösen sich alle Formen auf. Auf diese Weise kann das leere Gefäß mit universellem Wissen erfüllt werden und in Klarheit und Reinheit erleuchten. Der Grad für Ablenkungen ist hier geringer als bei Dhãranã – die Aktivitäten des Geistes kommen gänzlich zur Ruhe.

„Im Zustand von Dhyãna sind alle Aktivitäten unseres Geistes in einem ununterbrochenem Fluss nur auf dieses Objekt ausgerichtet.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 3.2.

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8. Samãdhi
Zum Schluss kommt die höchste Stufe: Samãdhi ist der Zustand absoluter Glückseligkeit – das höchste Ziel eines Leben im Yoga. Samãdhi heißt soviel wie „etwas ganz nahe an ein anderes heranbringen“, es ist das reine Bewusstsein, die Einheitserfahrung, die Erkenntnis des Allwissens. In Samãdhi verschmilzt der Geist vollständig mit dem Gegenstand der Meditation. Alle Attribute, die eine individuelle Persönlichkeit ausmachen, verschwinden. Nichts steht mehr zwischen dem Gegenstand und dem Geist. Er wird eins mit ihm. Es ist die Versenkung, in der keine individuelle Identität mehr vorhanden ist. Es ist eine kontemplative (beschauliche) Erfahrung von Bewusstsein. Ein Gefühl der Einheit mit allem entsteht.

„Wenn unser Geist mit dem in uns, was erkennt, vollständig identisch ist, herrscht Freiheit.“
Patañjali, Yoga-Sûtra 3.55.

Fazit:
Als Yogi gilt es, diese acht Aspekte in sein eigenes Leben zu integrieren und zu kultivieren. Sie werden oft unterschiedlich interpretiert. Alle acht Aspekte sind Empfehlungen und keine Zwänge. Am Ende soll das Beste für einen selbst und die Umwelt herauskommen. Es sind also keine starren Regeln. Fehlinterpretationen und Übertreibungen sollen somit vermieden werden. Es kann beispielsweise sein, das jeder Aspekt für die unterschiedlichen Lebensphasen, in denen wir uns befinden, eine andere Bedeutung bekommt.

Wendezeit – die Menschheit im Bewusstseinswandel

Wir befinden uns in einer sehr fordernden, intensiven Zeit – es ist eine Zeit, in der sich in uns das Tor zur Transformation des Bewusstseins öffnen kann.

Die meisten Menschen fühlen es: Die Zeit, in der wir leben, nimmt an Dynamik und Dramatik zu. Corona-Virus und die daraus folgenden wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Veränderungen, Kriege, Massenmigration, Manipulation, Kontroll- und Sicherheitswahn und so viele, viele Dinge mehr scheinen sich derzeit zu einem unglaublichen Crescendo der Menschheitsgeschichte aufzubäumen.

Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass ein Baum, der fällt, mehr Lärm verursacht als ein Wald, der wächst. Den Lärm in der äußeren Welt kann jeder vernehmen. Doch gleichzeitig beginnt sich im Inneren vieler Menschen das Licht eines erwachenden Bewusstseins zu regen. Und dieses Bewusstsein mag zum vollen Erwachen eines Impulses bedürfen, der den Prozess des Umdenkens, des Umorientierens startet. Diesen Impuls scheint uns unsere bewegte Zeit in ausreichendem Maß zu liefern.

Das Kali Yuga

Nach der vedischen Philosophie gibt es vier unterschiedliche Zeitalter (Yugas), in denen bestimmte geistige Qualitäten dominieren. In dem in 2012 zu Ende gegangenen Kali-Yuga, dem „dunklen Zeitalter“ der Lüge, der Gewalt, der Unterdrückung und des Kampfes dominieren besonders dunkle Kräfte, die in Sanskrit „Asuras“ (Dämonen) genannt werden.

Eckhart Tolle beschreibt in seinem Buch „Eine neue Erde“ einen erschütternden Auszug aus der Bilanz des dunklen Zeitalters: Allein im 20. Jahrhundert wurden in zahllosen Kriegen über 100 Millionen Menschen getötet – dies oft im Namen der Gerechtigkeit, des Friedens, im Namen Gottes. Weiter auf dieser Bilanz stehen Umweltzerstörung, Schlachthöfe und unendliches Tierleid, Haß, Angst, Unterdrückung – bis heute ziehen sich diese Spuren eines diabolischen Geistes:

Dia-bolisch bedeutet Trennung, Spaltung („diabolisch“ (von grch. dia-bállein, „durcheinanderwerfen; entzweien, verfeinden; verleumden“, Duden Herkunftswörterbuch): Heute wird dieses diabolische Prinzip des „Teile und Herrsche“ mehr denn je praktiziert: Ausländer-Inländer, Links-Rechts, Frauen-Männer, Jung-Alt, Arm-Reich, Christen-Moslems usw. Die enormen technisch-wissenschaftlichen Fortschritte der modernen Zeit haben nichts an der mangelnden Bewusstheit der Menschen geändert. Die Waffen und die elektronischen Mittel der Kontrolle und Überwachung sind ins Riesenhafte gewachsen, während der Geist, der diese Kräfte und Potentiale kontrolliert, unreifer denn je scheint.

Der Weg ins Licht

„Die Nacht ist am dunkelsten kurz, bevor der Morgen graut“. So liegt gerade in der „Dunkelheit“ unserer Zeit das große Potential des Erwachens des Lichts. Immer mehr Menschen fühlen den Keim, das Potential, die Vision eines neuen Lebens, in dem Vertrauen, Liebe und Frieden als natürliche menschliche Qualitäten vorherrschen – wir stehen an der Schwelle zu dieser neuen Welt, zu diesem neuen Bewusstsein. Der Wandel kann nicht von einem Tag auf den anderen geschehen, eine Energiequalität, die über 5000 Jahre ihre Schatten über die Menschheit geworfen hat, braucht Zeit zur Umwandlung.

Wir leben derzeit in einer Übergangszeit vom Kali Yuga zum Satya Yuga (Zeitalter der Wahrheit). Der Kern dieser Übergangszeit dauert etwa 50 Jahre, von 1987 bis 2037. In dieser Zeit bäumt sich das Asurische, die dunkle, zerstörerische Energie noch einmal mit großer Macht auf, kann aber nicht verhindern, dass das Licht eines zunehmenden göttlichen Bewusstseins ständig zunimmt. Wir alle sind hier, um die Geburt der neuen Zeit zu unterstützen – jeder einzelne von uns kann dazu beitragen – durch das aktive, bewusste Leben von Licht, Vertrauen, Liebe und Freude. Mache dir bewusst: Was auch immer im Außen geschieht – nichts und niemand kann dich daran hindern, dich innerlich auf das Licht auszurichten und dich dem göttlichen Segen zu öffnen.

Armin Risi:

Es heißt, „die Zeit, wie wir sie bisher kannten“, werde zu Ende gehen. Möglicherweise wird das Jahr 2012 ein Tiefpunkt sein, der auch ein Wendepunkt sein wird – und die Startphase zu einem Quantensprung in eine neue Zeit, die kein „Kali-Yuga“ mehr sein wird. Die indischen Prophezeiungen sprechen hier von einem neuen Zeitalter mit satya-yuga-ähnlichen Zuständen. Das bedeutet: Alle Mächte, die ihre Macht und Existenz auf Lügen und Täuschungen aufgebaut haben, werden dann nicht mehr vorhanden sein.

Christina von Dreien:

„Im Moment erleben wir einen Schub an spiritueller Entwicklung – wie eine Welle, die jetzt überall auf der Welt losgeht.“

„Menschengemäß leben“

Eigentlich ist es gar nichts besonders, außergewöhnliches, was der Mensch zu tun hat, will er sich in das aufkeimende Bewusstsein „einklinken“ – vielmehr wird er spüren, dass dieses Bewusstsein etwas zutiefst natürliches ist, etwas, das dem Menschen von Natur aus gegeben ist; wir können es als „Menschengemäß leben“ bezeichnen. Wenn man einem Kind einen Apfel und einen Hasen gibt – welches Kind wird mit dem Apfel spielen und den Hasen essen? Welche Maus käme auf die Idee, eine Mausefalle zu erfinden? Wie unnatürlich ist es, die ganze Nacht wachzubleiben und den halben Tag zu verschlafen? Wie unnatürlich ist unser Geldsystem geworden, das von keinerlei echten Werten hinterlegt ist und das, um bestehen zu können, ununterbrochenes Wachstum der Wirtschaft verlangt? Wie fern jedes natürlichen menschlichen Empfindens ist es, wie wir Tiere behandeln, allein die Begriffe Nutzvieh und Mastvieh sprechen Bände.

Der Mensch braucht nichts weiter zu tun als Abstand zu den Dingen zu gewinnen und sie mit einer Portion gesunden Menschenverstandes zu hinterfragen: Was würde einem natürlichen, menschengemäßen Leben entsprechen, was würde ihm zuwiderlaufen? Die Antwort auf viele der Fragen, die wir uns stellen (sollten), liegt in uns selbst; wir verfügen über eine innere Weisheit, die allen Aussagen von Experten und scheinbar sauber recherchierten Zeitungsartikeln weit überlegen ist. Wir müssen nur lernen, uns mit dieser inneren Stimme in Verbindung zu setzen, auf sie zu hören und ihr zu vertrauen.

Erhöhung der Schwingung

Der Übergang ins neue Bewusstsein kann recht schmerzhaft sein, besonders für diejenigen, die sich dem Strom der natürlichen Entwicklung, dem Erwachen, dem Licht entgegenstellen. Wer auf alten Einstellungen, die auf Gier, Macht, Kontrolle und Kampf beruhen, beharrt, vielleicht diese Energien sogar noch verstärkt, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit großen Widerständen begegnen und Leiden für ich selbst und für andere erzeugen. Umgekehrt werden Menschen, die sich bewusst dem Licht öffnen, zunehmend „Rückenwind“ in ihrem Leben erfahren. Nach Christina von Dreien ist es die Erhöhung der persönlichen Schwingung, die uns im Prozess des Übergangs enorm unterstützen kann. Grundsätzlich wird alles, was du im Rahmen des Yoga mit Hingabe und Bewusstheit praktizierst – Asana, Pranayama, Gebet, Mantra, Kirtan, Meditation usw. – deine Schwingung erhöhen, aber auch viele Dinge im täglichen Leben werden dir helfen, das Licht in dir zu stärken. Hier sind einige Anregungen, wie du deine Schwingung erhöhen kannst:

– Erkenne, welche Energien, Klänge, Informationen, Gespräche usw. erhebend und inspirierend auf dich wirken. Öffne dich mehr dieser „positiven geistigen Nahrung“, lies z. B. erhebende, inspirierende Texte – siehe auch die unten angeführten Lesetipps;

– Erkenne, welche Dinge, Gedanken, Einstellungen, Informationen usw. dich hinabziehen und belasten. Dazu gehören viele Nachrichten, Zeitschriften, Gespräche, Musik und vor allem Filme mit Gewalt und Aggression – meide sie, soweit es dir möglich ist;

– Gib der Stille in dir Raum, meditiere und geh öfters in den Wald – siehe dazu auch den Artikel über Waldbaden;

– Verzichte soweit wie möglich auf Fleisch, besonders auf billiges – das stammt zumeist aus Massentierhaltung und trägt Energien von Angst, Stress und Leid in sich;

– Lebe Dankbarkeit für alles, was du hast und was für uns meist so selbstverständlich erscheint;

– Lebe Ahimsa – Nichtverletzen: Achte auf einen bewussten Umgang mit allen Lebewesen und Dingen – und natürlich mit dir selbst;

– Respektiere den eigenen Willen jedes Menschen; versuche, niemanden deinen Willen aufzuzwingen.

– Du kannst auch mit einem magischen Ritual Abschied von den alten, destruktiven Energien nehmen und dich von ihnen lösen. Verbinde damit entsprechende Worte bzw. Affirmationen, Mantras, Handbewegungen usw. Im nächsten Schritt kannst du dich dem Licht und dem Neuen Bewusstsein öffnen.

Das Zeitalter des Lichts und der Wahrheit wird von uns nicht betreten, sondern erschaffen. Zu erwarten, dass das Neue Zeitalter uns wie ein gemachtes Bett empfängt, wäre verfehlt – wir müssen das Bett selbst machen. Jeder einzelne Mensch, der sich auf das Neue Bewusstsein einstimmt und sich von Energien des Hasses, des Krieges, der Lüge und der Gier löst, entzündet ein Licht. Und viele Millionen dieser Lichter werden das Bewusstsein ALLER Menschen auf eine höhere Stufe heben; es werden täglich mehr und mehr. Bist du dabei?

Om Shanti

Peter und Samira von YOGAmeetsYOU.com


Buchtipps:

Bhagavat Gita

Shrimad Bhagavad-Gita von Swami Sivananda

Thalus von Athos Die Offenbarung

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Anastasia, Tochter der Taiga

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Besser leben mit Yoga

Besser leben mit Yoga

Rückschau: Yoga Retreat Hotel Sonne, Mellau

Wir sind wieder froh, unser nächstes Yogaretreat heute Nachmittag in unserem neuen Retreat-Standort im Hotel Sonne Lifestyle Resort in Mellau, Bregenzerwald, zu beginnen.


Der Bregenzerwald ist bekannt für seine schöne Holzarchitektur und -kultur.


Das Hotel bietet einen großen ruhigen Yogaraum, ein schönes Spa mit Innen-/Außenpool, viel Platz und Gourmetküche.
Unsere nächsten Retreat-Termine: 23.08.- 27.08, 20.09.- 24.09., 09.11.- 12.11.
yogameetsyou.com

Rückschau: Yoga Retreat Valavier

Gestern starteten wir mit einer neuen Yogaretreat Gruppe im Hotel Valavier Aktiveresort in Brand.
Perfektes Sommerwetter im schönen Brandnertal.
Unsere nächsten Retreats im August sind hier ausgebucht, aber wir haben nur noch wenige Plätze für 30.08.- 03.09. und mehrere Termine im September und Oktober.
Wir würden uns freuen, Sie bald auch begrüßen zu dürfen!
yogameetsyou.com

Rückschau: Yoga Retreat Valavier nach Corona

Nach über 3 Monaten halten wir endlich wieder unser erstes Yoga Retreat im Hotel Valavier im Brandnertal ab. Wir sind sehr glücklich und dankbar für diesen Moment und unsere ersten Gäste geben uns dieses Vertrauen nach der Sperre.
Schauen Sie sich unsere nächsten Retreats an:
yogameetsyou.com

Interview in ProntoPro: Yoga Philosophie und Übungssystem mit Keshava Peter Weitgasser

Zum Interview veröffentlicht am 10. Mai 2020 von Verena Arnold hier klicken

Yoga bedeutet übersetzt „Vereinigung, Verbindung“ und ist im weiteren Sinne schlicht als „Einheit/Harmonie“ zu verstehen.

Yoga ist sowohl eine rund 5000 Jahre alte indische Philosophie als auch ein praktisches Übungssystem. Es befasst sich mit astrologischen Konstellationen, Anwendungen, dem Prinzip der Gelegenheit, Übungswegen zur Erlangung von Befreiung, meditativen Zuständen ohne Gedanken, sowie körperlichen und geistigen Übungen, die dahin führen sollen.

In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener Traditionen. Sie lehren Yoga in unterschiedlichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel, Menschen an ihre göttlich-universelle Kraft wieder anzubinden und die Selbstverwirklichung zu erlangen.

Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga-Übende auf den positiven gesundheitlichen Wirkungen des Yoga und Yoga-Kurse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Mehr…